Was haben wir geleistet?

Am Anfang war unser wichtigstes Anliegen, ein eigenes Angelgewässer zu finden. Es bot sich ein stillgelegter Steinbruch an, der sich im Laufe der Jahre mit Wasser gefüllt hatte.

Der auf diese Weise enstandene See wurde verbotenerweise anfangs nur von Einheimischen hin und wieder als willkommene Badegelegenheit genutzt. Im Laufe der Jahre sprach sich diese jedoch soweit herum, daß Besucher aus dem ganzen Bundesgebiet kamen. Meist Jugendliche, die hier nicht nur mal schnell ins Wasser gingen, sondern auch ausgedehnte Feten mit Lagerfeuer, Alkohol und lauter Musik feierten. Die von der Gemeinde aufgestellten Schilder, die sowohl das Baden im See, als auch das Parken auf der vorbeiführenden Straße verboten, wurden ignoriert. An schönen Tagen wurden bis zu 500 Badende gezählt. Da zum einen der See sehr nahe zu 2 Ortsteilen von Fischbachtal liegt, zum zweiten diese Feten ihre deutlichen Spuren im Form von diversen Abfällen, die sich rund um das Gewässer verteilten, hinterliesen, wurde er zum allgemeinen Ärgerniss!

Nach vielen Diskusionen mit der Gemeindeverwaltung gelang es uns, den See als Angelgewässer zu pachten. Nachdem wir die Umgebung und auch den See selbst von Müll und Unrat befreit hatten, war unsere schwierigste Aufgabe zu lösen. Die vielen Besucher davon abzuhalten, hier weiterhin zu baden, Lärm und Schmutz zu produzieren. Dies gelang durch ausgeklügelte Wachdienste, die die Mitglieder teils rund um die Uhr leisteten - und auch heute noch leisten!

Mittelerweile war Ruhe um den See eingekehrt. Spaziergänger konnten sich wieder über ein idyllisches Landschaftsbild freuen. Man hörte von Tierfreunden, daß am See wieder Vögel und diverse Kleintiere gesichtet wurden, die seit Jahren aus unserer Region verschwunden waren. Dies war sicher auch ein Erfolg der Brutkästen und Hecken, die wir rund um den See errichtet hatten.

Doch leider gibt es wieder Grund zur Sorge. Von dem Ordnungsamt im Fischbachtal und auch von der Polizei in Ober-Ramstadt wird kaum bis keine Unterstüzung geboten. So wird unser Kleinod immermehr wieder zur Partymeile für Jugendliche, die auch kein halt vor den Schonungen machen. Die Feuerwehr musste schon eingreifen. Tagsüber wird hemungslos der Freikörperkultur gefröhnt. Kinder werden eingecremt ins Wasser gelasssen. Zu allem Überfluss, hat uns der örtliche NABU einen Uhu angedichtet. Das hat mit Kameras bewaffnete "Ornitologen" aufs Tablet gebracht, die wochenlang durch Unterholz und Felswände krochen und einen wohl nicht wieder gut zu machenden Schaden verursacht haben.
Auch hier fehlte uns leider Beistand von den zuständigen Behörden.

Vorstand:

Heinz Kaffenberger

Bernhard Schmidt

Michael Schlegel

Verein

Geschäftstelle

In den Eckwiesen 4
64405 Fischbachtal
Telefon 0157-88043641